Gedenkweg in Erinnerung an die Massendeportationen der österreichischen JÜdINNen UND JUDEN vom ehemaligen Sammellager zum ehemaligen Deportationsbahnhof

70 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs und des Holocaust

Nur wenige Wienerinnen und Wiener wissen heute, wo der ehemalige Deportationsbahnhof (Aspang-Bahnhof) lag. 70 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs und somit auch der Shoah wollen wir mit dem GEDENKWEG in Wien ein Zeichen gegen das Vergessen setzen.


Gedenkstein am ehemaligen Aspangbahnhof im 3. Bezirk in Wien

Herzlichen Dank allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Gedenkweg 2015 in Wien!


An die Freunde und Mitbeteiligten am Gedenkweg 2015

Der Gedenkweg hat seine Fortsetzung gefunden:

Aus unserer kleinen Gruppe mir ca. 100 Betern soll ein Marsch für Tausend werden. (Matth. 13,23b)

Und zwar 10 mal! 1000 deshalb, weil jeder der Deportationszüge in den Tod vor 75 Jahren 1000 jüdische Menschen in den Osten transportierte. Und das 10 mal.

Die Transporte fanden am: 28. November 1941 sowie am 6. Mai, 20. Mai, 23. Mai, 1. Juni, 2. Juni, 9. Juni, 17. August, 31. August, 14. September und 5. Oktober 1942 statt.

Ins Leben gerufen wird der Marsch für Tausend von Frau Waltraud Barton, die wir auch letztes Jahr eingeladen hatten, über die Massenvernichtungsstätte Maly Trostinec zu sprechen. Sie organisiert den Marsch mit ihrem Verein IM-MER und der Jüdischen Kultusgemeinde.

Der erste (und meinem Eindruck nach wichtigste) Termin ist der 28. November 2016. Es werden alle Namen der Opfer am ehem. Deportationsbahnhof gelesen.

Weitere Märsche folgen am 6. Mai, 20. Mai, 27. Mai, 2. Juni, 9. Juni, 17. August, 31. August, 14. Septemeber und 5. Oktober 2017.

Termine: www.waltraud-barton.at/immer/de/aktivitaeten


Eröffnung des Mahnmals am ehemaligen Aspangbahnhof

Am 7. September 2017 wurde im Leon-Zelman-Park, dem ehem. Aspangbahnhof in Wien-Landstraße, von dem aus die meisten österreichischen Jüdinnen und Juden in den Tod geschickt wurden, ein Mahnmal eröffnet.

Endlich − nach vielen Jahren − gibt es nun in Wien eine würdige Gedenkstätte in Erinnerung an die deportierten und ermordeten österreichischen Jüdinnen und Juden.

Neben dem Bezirksvorsteher DI Rudolf Zabrana und einigen Politikern, sprach Oskar Deutsch, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) in Wien, sowie die Israelische Botschafterin Frau Talya Lador-Fresher und der Zeitzeuge Herbert Schrott. Oberrabbiner Chaim Eisenberg betete das Kaddisch für die Toten.

Artikel in der PRESSE vom 07.09.2017
„Shoah mitten in der Stadt“: Mahnmal am Wiener Aspangbahnhof eröffnet
http://diepresse.com/home/zeitgeschichte/5281752/Shoah-mitten-in-der-Stadt_Mahnmal-am-Wiener-Aspangbahnhof-eroeffnet


10. MARSCH FÜR TAUSEND am 5. Oktober 2017 um 13:00 Uhr

Treffpunkt: 1020 Wien, Kleine Sperlgasse 2a (vor der Schule)

Zum Gedenken an die im Nationalsozialismus verfolgten, am 5.10.1942 nach Weißrussland deportierten und in Maly Trostinec* ermordeten jüdischen Wienerinnen und Wiener

Im Anschluss (15:00)

ALLES GESEHEN – NICHTS GEWUSST

Vortrag von Dir. Mag. Dr. Gerhard Baumgartner im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes
(Altes Rathaus, Wipplingerstraße 6 – 8)

Kontakt/Rückfragen/Information/Anmeldung bei Frau Waltraud Barton, Verein IM-MER

www.waltraud-barton.at